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Am 20.7.2018 bilanzierte Herr Jauß in einer öffentlichen Veranstaltung mit geladener Presse die Arbeit des ersten Halbjahres. Herr Krauß ergänzte dazu mit der jüngsten Recherche auf Basis der Wohnraumbedarfsanalyse der Fa. empirica. Mit dieser zeigte er auf, dass die Stadt nicht mehrere, sondern allenfalls ein neues großes Wohngebiet benötigt, um den Wohnraumbedarf bis 2036 zu decken. Ein neues, großes Wohngebiet ist mit dem Stauferpark  im Regionalplan als Wohngebiet bereits ausgewiesen, ist bereits im Eigentum der Stadt und steht spätestens ab 2028 zur Verfügung. Eine Bebauung des Dittlau ist deshalb nicht erforderlich.

"Dreifach oder fünffach überschätzt", so titelte die Schutzgemeinschaft Dittlau den zweiten offenen Brief zur städtisch-regionalen Wohnraumbedarfsrechnung mit 4.600 Wohneinheiten vom Dez. 2017. In diesem zweiten offenen Brief zeigte sie die meisten Fehler der städtischen Rechnung auf (s.a. Anlagen 1 und Anlagen 2-5). Dazu stellte die Schutzgemeinschaft eine Gegenrechnung auf, die auf der gleichen von der Stadt angewandten Methode basierte und kam damit auf einen Wohnraumbedarf von nur ca. 800 Wohneinheiten. Selbst die, im städtischen Auftrag erstellte und am 19.4. präsentierte Wohnraumbedarfsanalyse der Fa. empirica kam lediglich auf 1.340 Wohneinheiten.

Am 19.4.2018 stellte die Fa. empirica als Zwischenbericht den ersten Teil ihrer Wohnraumbedarfsanalyse im Gemeinderat vor. Diese Studie wurde von der Stadtverwaltung speziell für Göppingen beauftragt.
Darin erwartet die Fa. empirica bis zum Jahr 2036 einen Bevölkerungsanstieg um 1.675 auf 59.085 Einwohner (Folie 11). Sie empfiehlt dazu 1.340 neue Wohneinheiten. Das ist die Summe der sog. "quantitativen Zusatznachfragen " im Zeitraum von 2017 bis 2036 (Folie 15). Den größeren Anteil des Neubaubedarfs mit 1.565 Wohneinheiten ("qualitativer Zusatzbedarf")  sieht empirica im Ersatz unattraktiver Gebäude (der Vortragende: "Schrottimmobilien"). Diese erhöhen den Wohnungsbestand nicht und benötigen auch keine Flächen, weder im Innenbereich (Baulücken) noch im Aussenbereich (auf der "grünen Wiese").

Die Schutzgemeinschaft hatte nach der Gründung im Februar ihre Recherchearbeit aufgenommen und den gröbsten Fehler der städtisch-regionalen Wohnraumbedarfsrechnung (Dez. 2017) als offenen Brief veröffentlicht.
Untertitelt war der Brief mit
"Luxus oder Einzelhaft ?
  Die Stadt plant für jeden Einwohner eine Wohneinheit".

Studie der L-Bank

 

Die Studie der L-Bank zum Wohnraumbedarf in Baden-Württemberg vom Oktober 2017 bescheinigt dem Landkreis Göppingen keine allzu hohen Zuwächse. Die Studie gab auch den Ausschlag die Zahlen der Stadtverwaltung zu hinterfragen. Sie ist nicht gerade leicht zu lesen. Wer es eilig hat, kann auch die Management Summary zum Wohnraumbedarf in Baden-Württemberg lesen. Der Landkreis Göppingen landet vom Wohnraumbedarf auf den hinteren Plätzen. Landkreis Göppingen und Stadt Göppingen sind natürlich nicht direkt zu vergleichen, doch sehen wir als Bürger des Landkreises auch die umgebenden Gemeinden in der Pflicht.